Bild des Monats

Bild des Monats Oktober 2020

Am 26.4.2020 gelang es unserem Sternwartenmitglied Andreas Proth gegen 21.30 Uhr den zunehmenden Mond; 1. Viertel, mit seiner Kleinbildkamera Sony DSR-RX100 (auf 100mm gezoomt) durch ein 12,5mm Okular an seinem Tasco-Newton (4,5“ mit 900mm Brennweite) aufzunehmen.

Da bei einem Reflektor durch das Okular der Mond auf dem Kopf und spiegelverkehrt zu sehen ist und die Kamera an das Okular gehalten wurde entsteht der Eindruck, das Bild eines abnehmenden Mondes zu sehen.

In dieser Nacht stand der Mond im Sternbild Zwillinge. Schön zu sehen im unteren Bereich das Mare Fecunditatis (auch: „Meer der Fruchtbarkeit) mit dem Krater Langrenus, ein Einschlagkrater auf der südöstlichen Seite des sichtbaren Teils des Mondes.

Aufnahme: Andreas Proth

 

Bild des Monats September 2020

Abendrot mit schönem Altocumulus Wolkenfeld gegen 21.15 Uhr am 06.08.2020 in der Marsch (53°42’25.3″N 9°38’24.6″E)

Bekannte Bauernregeln besagen “Morgenrot-Schlechtwetter droht; Abendrot-Gutwetterbot“.

Da in Mitteleuropa die Wetterfronten in der Regel aus Richtung Westen kommen, bewahrheiten sich diese Bauernregel oft. Eine intensive Morgenröte ist Zeichen für herannahende Wolkenfelder aus dem Westen und wir daher oft als Niederschlagsvorbote gedeutet. Wenn dazu noch starker Dunst kommt, setzt der Niederschlag oft schon in den Mittagsstunden ein. Bei der Abendröte ist dies genau andersherum, da der Westhimmel klar ist und sich die beleuchteten Wolkenfelder im Osten befinden.

Aber warum ist nur manchmal das Abendrot so schön intensiv?

Dieses optische Phänomen eines ausgeprägten Abendrots kann man nur sehen, wenn der Himmel im Westen klar ist und sich im Osten noch einige Wolkenfelder befinden. Die Rotfärbung der Wolken kommt dadurch zustande, dass sich das Sonnenlicht der gerade hinter dem Horizont verschwundenen Sonne an den verschiedenen Bestandteilen der Atmosphäre streut. Da die Luftmoleküle das blaue Licht stärker als das Rote streuen, bekommt die Sonne die orange Farbe beim Sonnenuntergang. Je mehr Feuchtigkeit in der Luft ist, desto intensiver kommt das Himmelsrot zur Geltung. Neben Wassertropfen können auch Staubteilchen z.B. aus der Sahara oder von einem Vulkanausbruch zur intensiven Farbgebung beitragen.

Canon EOS 6D, 70mm (f 6,3), ISO 100, 1/80 Sek. – Aufnahme: Annette Sieggrön

Bild des Monats August 2020

Komet C/2020 F3 (NEOWISE), der bereits Anfang Juli mit bloßem Auge am Morgenhimmel im Nordosten zu sehen war nimmt jetzt Abschied von uns. Am 23. Juli hatte er seinen geringsten Abstand zur Erde. Zu diesem Zeitpunkt konnte man ihn noch am Nachthimmel im Sternbild Ursa Maior (Großer Bär) mit einem Fernglas finden.

Die Aufnahme entstand am 11.07.2020 um 2.57 Uhr in Prisdorf an der Bilsbek.
Canon 6D, Samyang 135 mm f2.0 abgeblendet auf f4.0, ISO 400, 4 Sek.

In dieser Nacht war zusätzlich zum Kometen ein sehr schönes Display Leuchtender Nachtwolken (engl. noctilucent clouds – NLC) zu sehen, welche in den Sommermonaten unter bestimmten Voraussetzungen entstehen.

Aufnahme: Annette Sieggrön

Bild des Monats Juli 2020

Die Aufnahme der Sommermilchstraße mit dem Sternbild Skorpion entstand am 26.05.2017 um 23.28 Uhr auf der Emberger Alm in Österreich. Der Skorpion ist eines der imposantesten Sternbilder am südlichen Nachthimmel der Nordhalbkugel. Aufgrund seiner südlichen Lage ist es in unseren Regionen leider nur bei geringer Lichtverschmutzung am knapp über dem Südhorizont in den Sommermonaten zu beobachten. Aufnahme mit Canon EOS 6D, 47 mm, f 5.6, 6 Sekunden

Aufnahme: Peter Zemlin

Bild des Monats Juni 2020

In den Sommermonaten von Mitte Mai bis Mitte August hat man die Möglichkeit Leuchtende Nachtwolken (engl. noctilucent clouds – NLC) in Nordrichtung am Horizont zu sehen. Im Gegensatz zu anderen Wolken, treten diese in einer Höhe von 83 km auf und können nur gesehen werden, wenn die Sonne zwischen 6° und 16° unter dem Horizont steht. Die Leuchtenden Nachwolken werden dann noch von der Sonne angestrahlt und leuchten silbrig-weiß am bereits dunklen Nachthimmel. Auch in diesem Jahr wurden bereits die ersten Nachtleuchtenden Wolken gesichtet. Die Aufnahme entstand im letzten Jahr, am 21.06.2019 gegen 23.20 Uhr in der Sternwarte Tornesch und war in dieser Nacht sehr gut und großflächig zu sehen.

Aufnahme: Peter Zemlin

Bild des Monats Mai 2020

Die Aufnahme der Milchstraße entstand am 29.09.2019 während eines Urlaubes in Finikounda, Messenien, Griechenland. Schön zu sehen sind die beiden Emissions- und Reflexionsnebel im Sternbild Schütze M 8 (Lagunennebel) sowie M 20 (Trifidnebel), Aufnahme mit Sony A7R, Samyang 135mm f2.0, IOptron Skytracker Pro, gestackt in Fitswork und Lightroom bearbeitet

Aufnahme Finn Pietruska

Bild des Monats April 2020

Das erste Tornescher Astrofoto wurde von Olaf Tamschick am 26.03.1996 gemacht. Es zeigt den Kometen Hyakutake. Der Komet hatte einen besonders langen Schweif. Leider hatten wir wenig Gelegenheit, ihn zu beobachten, eigentlich nur an dem Tag, an dem das Foto entstand.

Aufnahme Olaf Tamschick




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