Exkursionen

Samstag 11.08.2018 Perseiden Beobachtung am Torneum in Tornesch.
Lageplan:

Wir beginnen um 19 Uhr mit leckeren Würstchen vom Grill, Getränke stehen auch zur Verfügung, die Teilnahme ist wie immer kostenlos, allerdings ein Obolus für Speis und Trank, da sagen wir gerne, vielen Dank.

Es ist zu empfehlen einen Stuhl für die Beobachtung mit zu bringen, auch eine warme Jacke sollte man mit einpacken.

Wir hoffen auf bestes Wetter für die Beobachtung, wir werden aber bei jedem Wetter vor Ort sein, eine überdachte Terrasse kann uns vor Wetter Kapriolen schützen. Bei der Anreise/Abreise, bitte auf dem Parkplatz des Torneum, mit Standlicht fahren.

Die Perseiden sind Sternschnuppen, es sind Partikel die von einem Kometen bei seiner Bahn um die Sonne frei gesetzt werden.
Hier eine Beschreibung des Kometen und die Erklärung wie aus diesen Partikel Sternschnuppen werden.

Swift-Tuttle (offizielle Bezeichnung 109P/Swift-Tuttle) ist ein kurzperiodischer Komet, der am 16. Juli 1862 von Lewis A. Swift und am 19. Juli 1862 von Horace Parnell Tuttle unabhängig voneinander entdeckt wurde.

Umlaufbahn

Der Komet läuft in rund 133 Jahren auf einer elliptischen Umlaufbahn zwischen 0,96 (Perihel) und 51,23 (Aphel) astronomischen Einheiten um die Sonne, die Bahnexzentrizität beträgt 0,963. Die Bahn ist rund 67° gegen die Ekliptik geneigt, da sich der Komet aber retrograd (rückläufig) um die Sonne bewegt, wird seine Bahnneigung mit 113° angegeben. Seine Perihelgeschwindigkeit beträgt rund 153.000 km/h.

Geschichte

Bei seiner Wiederkehr im Jahr 1862 näherte sich der Komet bis auf 0,34 AE an die Erde. Er erreichte eine scheinbare Helligkeit von bis zu 2 mag, und sein Schweif eine Länge von bis zu 30°.

Eine Bahnbestimmung aus den Beobachtungen von 1862 ergab eine Umlaufszeit von 120 Jahren, sodass die Wiederkehr des Kometen zunächst für das Jahr 1981 erwartet wurde. Der Komet konnte aber nicht aufgefunden werden. Unter der Annahme, dass der Komet Kegler von 1737 (C/1737 N1) eine frühere Erscheinung von Swift-Tuttle war, sagte der USAstronom Brian Marsden seine Wiederkehr für 1992 voraus. Tatsächlich konnte Swift-Tuttle am 26. September 1992 von dem japanischen Amateurastronomen Tsuruhiko Kiuchi wieder aufgefunden werden. Da der Komet bei dieser Wiederkehr der Erde nie näher als 1,16 AE kam, erreichte er nur eine maximale scheinbare Helligkeit von 5 mag.

Der Komet Swift-Tuttle kann der Erde aber auch sehr nahe kommen, selbst eine Kollision mit der Erde kann über längere Zeiträume hinweg nicht ausgeschlossen werden. Bei der nächsten, für das Jahr 2126 erwarteten Wiederkehr des Kometen, besteht aber keine Gefahr, da sich der Komet nicht näher als etwa 0,15 AE (rund 25 Millionen Kilometer) annähern wird.

Auch die von chinesischen Astronomen beschriebenen großen Kometen der Jahre 69 v. Chr. und 188 n. Chr. konnten als Erscheinungen des Kometen Swift-Tuttle erklärt werden.

Mutterkörper der Perseiden

Im Jahr 1866 erkannte der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli, dass sich die Umlaufbahn des Kometen Swift-Tuttle und die für die Meteoroiden im Meteorstrom der Perseiden abgeleiteten Bahnen gleichen. Damit konnte erstmals ein Mutterkörper eines Meteorstroms identifiziert werden: Der Komet verliert bei jedem Umlauf Materie. Jedes Jahr, wenn die Erde um den 12. August herum die Bahn des Kometen Swift-Tuttle kreuzt, gelangen Kometenpartikel mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre und leuchten als Meteore auf.

 

 

 

 



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