Monatsvorschau

Info zur Vorschau Seite

Auf dieser Seite werden die Monatsvorschauen so vorgestellt, wie sie im UENA-Tip erscheinen. Ältere Vorschauen findet man weiter unten auf dieser Seite. Bei den Vorschauen findet man auch jeden Monat ein Sachthema über astronomisches Grundwissen; diese Sachthemen werden pro Kalenderjahr zusammengefasst. Dazu gibt es eine Übersicht aller bisher veröffentlichten Sachthemen, abzurufen rechts im Menü. Zur Bild Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.

 

Der Sternenhimmel im Dezember

Alle Sterne (und auch die Sonne und die Planeten) geben elektromagnetische Wellen ab. Neben den Lichtwellen (die einzigen Wellen, die wir sehen können) gehören dazu auch Radiowellen. Kosmische Dunkelwolken und Staubansammlungen sind für Lichtwellen undurchdringlich, für Radiowellen sind sie dagegen kein Hindernis. Die dazu notwendigen Empfangsgeräte nennt man Radioteleskope. Weil Radiowellen größere Wellenlängen als Lichtwellen haben, müssen auch die Empfangsflächen der Radioteleskope größere Flächen gegenüber den Lichtteleskopen haben. Eines der größten Radioteleskope auf der Welt mit 300 Metern Durchmesser ist das 1963 fertggestellte, in einen natürlichen Talkessel eingebettete Radioteleskop von Arecibo auf der Insel Puerto Rico in der Karibik. Aufgrund der unbeweglichen Empfangsfläche kann mit einer beweglichen Antenneneinheit aber nur ein beschränkter Himmelsausschnitt in Zenitnähe beobachtet werden. Seit September 2019 steht den Radioastronomen das in Guizhou (Südwest-China) mit 520 Meter Durchmesser flächenmäßig größte Radioteleskop der Welt zur Verfügung. Mit seinem verformbaren Hauptspiegel kann ein wesentlich größeres Himmelsareal als mit dem Arecibo-Teleskop  erforscht werden.

Am 18. Dezember wechselt die Sonne in das Sternbild Schütze, und am 22. Dezember tritt sie in das Tierkreiszeichen Steinbock. Dies ist zugleich um 5:19 Uhr mit der Wintersonnenwende der astronomische Winteranfang. Von nun an werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer. Am 4. Dezember haben wir zunehmenden Halbmond, am 12. Dezember Vollmond, am 19. Dezember abnehmenden Halbmond und am 26. Dezember Neumond. An diesem Tag ist in Asien eine ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen. Venus kann man in der späten Abenddämmerung gegen 17:00 Uhr am tiefen Südwesthorizont ausmachen. Mars sieht man ab 6:00 Uhr bis Sonnenaufgang am tiefen Südosthimmel. Am 23. zieht der Mond in nur vier Grad Abstand am roten Planeten vorbei. Der Gasriese Jupiter steht unter dem Horizont und ist daher nicht sichtbar. Der Ringplanet Saturn ist mit guter Sicht noch bis Monatsmitte am tiefen Südwesthorizont zu erspähen. Am 11. Dezember trifft er in nur einem Grad Abstand auf die Venus.

Sechs helle Sterne bilden am westlichen Himmel das sog. Wintersechseck: Capella im Fuhrmann, dann weiter gegen den Uhrzeigersinn Pollux in den Zwillingen, Procyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier. Daneben gibt es auch das Winterdreieck, bestehend aus Procyon, Sirius und Beteigeuze, dem linken Schulterstern des Orion.

Lutz Zimmermann, RVST e.V.; www.sternwarte-tornesch.de

Der Sternenhimmel im November

Diesen Monat bietet uns der Himmel ein relativ seltenes Schauspiel: am 11. November zieht Merkur, der sonnennächste und zugleich kleinste aller acht Planeten von 13:35 Uhr bis 19:04 Uhr über die leuchtende Sonnenscheibe. Dieser Merkurtransit ist allerdings in Mitteleuropa nur bis zum Sonnenuntergang etwa gegen 16:30 Uhr zu verfolgen. Im 21. Jahrhundert gibt es nur 14 Merkurtransite, der nächste findet erst wieder am 13. November 2032 statt. Weil die Beobachtungsmöglichkeiten des Merkur in der Morgen- oder Abenddämmerung selten mehr als eine halbe Stunde dauern, ist so ein Transit die einzige Möglichkeit, den kleinen Planeten über mehrere Stunden zu beobachten. Jedoch sind während des Transits nur seine unbeleuchtete sonnenabgewandte Rückseite und damit keine Oberflächenmerkmale sichtbar. Er wandert dann als pechschwarzer kreisrunder Fleck, auch Neumerkur (wie Neumond) genannt, über die helle Sonnenscheibe. Weil zur Zeit des Transits sein Durchmesser etwa 194mal kleiner als der Sonnendurchmesser ist, kann man ihn ohne optische Hilfsmittel mit dem bloßen Auge nicht verfolgen. Unbedingt beachten: Nur mit geeignetem Sonnenschutz vor den Augen (Sonnenbrille reicht nicht!!!) in die Sonne schauen! Erblindungsgefahr!

Für die Horoskopleser beginnt am 22. November das Tierkreiszeichen Schütze. Am 23. November wandert die Sonne in das Sternbild Skorpion. Den Mond sehen wir am 4. November als zunehmenden Halbmond, am 12. November als Vollmond und am 19. November als abnehmenden Halbmond. Am 26. November ist er als Neumond nicht sichtbar. Merkur ist etwa vom 23. November bis zum 3. Dezember zwischen 6:30 Uhr und 7:00 Uhr am tiefen Südosthimmel zu sehen. Am 24. November gesellt sich der Mars und die schmale abnehmende Mondsichel am gleichen Ort dazu. Unseren Nachbarplaneten Venus und den Gasriesen Jupiter finden wir in der Abenddämmerung in enger Nachbarschaft am tiefen Südwesthimmel. Etwas höher und cirka 15 Grad westlich (links) dieses Treffens ist der Ringplanet Saturn über dem Horizont zu sehen.

Die Sommersternbilder Schwan, Adler und Leier wandern zum Westhimmel, während am Osthimmel schon die Wintersternbilder Zwillinge und Orion auftauchen. Genau senkrecht über dem Beobachter, im Zenit, steht unsere Nachbargalaxie, der Andromedanebel. Ohne störendes Mondlicht, weil Neumond, ergibt sich gegen Monatsende dafür die beste Beobachtungsmöglichkeit. Schon ein kleines Fernglas macht sie sichtbar. Ein Stück darüber findet man das Himmels-W, die Kassiopeia und am tiefen Nordhorizont den Großen Wagen.

Der Sternenhimmel im Oktober

Europa ist nicht nur der Kontinent, auf dem wir leben, sondern auch der Name des kleinsten der vier Galileischen Monde des Jupiter. Der 3121 km durchmessende Mond umkreist den Gasriesen in etwas mehr als dreieinhalb Tagen. Dabei wendet Europa Jupiter immer die gleiche Seite zu; er hat, wie unser Mond, eine gebundene Rotation. Seine Minus 160 Grad Celsius kalte Oberflächenschicht ist etwa 17 bis 20 km dick und besteht aus Eis. Als die 1989 von der NASA gestartete Sonde GALILEO nach sechsjähriger Flugzeit das Jupitersystem erreichte, entdeckte sie auf Europa ein Magnetfeld. Gleichzeitig ermittelte sie, dass der Mond mehr Energie abgibt, als er von der Sonne empfängt. Ursache ist die gewaltige Gezeitenreibung, die der Gasriese Jupiter mit seiner Gravitation auf den kleinen Mond ausübt, er wird regelrecht durchgewalkt. Die dadurch entstehende Wärme hat zur Folge, dass unter der Eisdecke flüssiges Wasser vorhanden ist. Weil es, außer auf der Erde und dem Mond Europa, nach derzeitigem Wissensstand im ganzen Sonnensystem nirgendwo flüssiges Wasser gibt, könnte sich dort Leben entwickelt haben, ähnlich dem, wie man es in der Umgebung von irdischen unterseeischen Thermalquellen, den sog. Schwarzen Rauchern, vorfindet.

Am 23. Oktober tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Skorpion und am 31. Oktober in das Sternbild Waage. Am 5. Oktober haben wir zunehmenden Halbmond, am 13. Oktober Vollmond, am 21. Oktober abnehmenden Halbmond und am 28. Oktober Neumond. In der Nacht vom 26. zum 27. Oktober endet die Sommerzeit, die Uhren werden wieder um eine Stunde zurückgestellt. Die Merkurbahn verläuft in den Oktobernächten unter dem Horizont, der Planet ist daher nicht sichtbar. Venus befindet sich in den Oktoberabenden zwar noch knapp über dem Westhorizont, sie ist aber in der hellen Dämmerung nicht auszumachen. Mars bewegt sich in etwa 15 Grad Abstand westlich von der Sonne, das ist zu hell für eine Sichtbarkeit. Mit dem Gasriesen Jupiter haben wir mehr Glück, er ist am tiefen Südwesthorizont gegen 18:00 Uhr für etwa eine Stunde bis zu seinem Untergang zu beobachten. Den Ringplaneten Saturn finden wir ebenfalls am tiefen Südwesthimmel, man kann ihn bis etwa 21:30 Uhr bis zu seinem Untergang verfolgen.

Die Sommersternbilder Schwan, Leier und Adler wandern zum Westhimmel, während am Osthimmel das Herbststernbild Stier auftaucht. Am hohen Südhimmel ist das Herbstviereck, bestehend aus vier Sternen des Sternbildes Pegasus, zu sehen. Im Zenit, senkrecht über dem Beobachter, finden wir das Himmels-W, die Kassiopeia, und am tiefen Nordhorizont zieht der Große Wagen, Teil des Sternbildes Großer Bär, seine Bahn.

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Lutz Zimmermann, RVST e.V., www.sternwarte-tornesch.de

Dazu die Vorschau veröffentlicht im TIP am Sonntag,  im Beig Verlag:

 

Der Sternenhimmel im September

Die gesamte stoffliche Welt – zu der auch wir Menschen zählen – setzt sich aus 92 natürlichen Elementen zusammen, angefangen mit Nummer eins, dem Wasserstoff und endend mit Nummer 92, dem Uran. Diese Elemente werden teilweise im Inneren von Sternen durch Kernfusion erzeugt. Dabei werden leichtere Atomkerne zu immer schwereren verschmolzen. Die Fusionskette beginnt mit Wasserstoff, sie geht weiter zu Helium, Kohlenstoff, Sauerstoff, Neon, Silizium. Bei Nummer 26, dem Eisen, ist Schluß, schwerere Elemente kann ein Stern nicht erzeugen, seine Energie reicht dazu nicht mehr aus. Hat ein Stern das Eisenstadium erreicht, kollabiert seine Gashülle, er stürzt unter seiner eigenen Schwerkraft zusammen. Der Stern explodiert, und es entsteht eine Supernova. Dabei wird eine ungeheure Menge Energie frei, die groß genug ist, um die restlichen 66 Elemente zu bilden, die dann mit der expandierenden Gashülle in die Umgebung geblasen werden. Aus diesem Elementenmix entstehen wieder neue Sterne wie unsere Sonne und mit ihnen Planeten und im Falle der Erde auch wir Menschen. Ohne Sternentod gäbe es uns gar nicht.

Am 17. September tritt die Sonne in das Sternbild Jungfrau, und am 23. September um 9:50 Uhr wechselt sie in das Tierkreiszeichen Waage. Das ist zugleich der Beginn des astronomischen Herbstes, ab jetzt werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Am 6. September haben wir zunehmenden Halbmond, am 14. September Vollmond, am 22. September abnehmenden Halbmond und am 28. September Neumond. Die Merkurbahn verläuft im September unterhalb des Horizonts, der Merkur ist daher nicht sichtbar. Unser Nachbarplanet, die Venus, steht – von der Erde aus gesehen – hinter der Sonne am Tageshimmel, sie ist daher ebenfalls nicht zu sehen. Mit dem Mars verhält es sich ebenso, auch er steht am Tageshimmel und ist daher ebenfalls nicht zu beobachten. Der Riesenplanet Jupiter ist nur noch in der ersten Nachthälfte zu sehen. Am Monatsanfang geht er gegen 23:40 Uhr unter, am Monatsende bereits gegen 21:00 Uhr. Der Ringplanet Saturn ist ebenfalls nur in der ersten Nachthälfte sichtbar, zum Monatsende geht er gegen 23:30 Uhr im Südwesthorizont unter.

Das Sommerdreieck am Südwesthimmel, bestehend aus den Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler, rückt weiter nach Westen, während das markante Viereck des Pegasus hoch am Südhimmel zu erkennen ist. Der Große Wagen steht tief am Nordhimmel, ihm gegenüber, über den Polarstern hinweg, sieht man das Himmels-W, die Kassiopeia. Besitzer eines Fernglases können bei ausreichender Dunkelheit etwas unterhalb dieses Sternbildes unsere  zweienhalb Millionen Lichtjahre entfernte Nachbargalaxis, den Andromedanebel, erspähen.

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Lutz Zimmermann, RVST e.V., www.sternwarte-tornesch.de

Der Sternenhimmel im August

Iapetus ist der drittgrößte der über 60 bekannten Monde des Ringplaneten Saturn. Der etwa 1490 km durchmessende und aus Eis bestehende Trabant wurde am 25. Oktober 1671 an der königlichen Sternwarte von Paris von dem italienisch-französischen Astronomen Dominique Cassini (1625-1712) entdeckt. Als nach einer sechstägigen Bewölkung der Himmel wieder klar wurde, war der Mond jedoch nicht mehr auffindbar. Erst am 6. Februar 1673 sah ihn Cassini wieder, und mit weiteren Beobachtungen errechnete er eine Umlaufzeit um den Saturn von 80 Tagen und eine Eigenrotation der gleichen Länge. 1677 beschrieb Cassini eine Eigentümlichkeit des Saturnbegleiters: Befindet sich der Mond östlich (links) des Saturn, so ist er für fast einen Monat unsichtbar, westlich (rechts) des Planeten hingegen strahlt er sehr hell. Dieses Phänomen konnte erst Anfang des 21. Jhdts. hinreichend geklärt werden. Wegen seiner gebundenen Rotation befindet sich immer dieselbe Oberflächenregion in Umlaufrichtung „vorne“ wie der Bug eines Schiffes. Diese Region ist es, die man von der Erde aus sieht, wenn sich Iapetus östlich vom Saturn befindet. Auf der „Bugseite“ kollidierende Mikrometeorite und Staub haben Erosionen zur Folge, wobei durch chemische Prozesse u.a. dunkles kohlenstoffhaltiges Material freigelegt wird. Dies hat dann die extreme Dunkelfärbung und damit Unsichtbarkeit zur Folge.

Am 11. August tritt die Sonne in das Sternbild Löwe und am 23. August in das Tierkreiszeichen Jungfrau. Der Mond zeigt folgende Phasen: am 7. August zunehmender Halbmond, am 15. August Vollmond, am 23. August abnehmender Halbmond und am 30. August Neumond. Merkur ist am Monatsende gegen 4:30 Uhr am tiefen Osthimmel für ein paar Minuten vor Sonnenaufgang auszumachen. Venus befindet sich in Sonnennähe am Tageshimmel und ist daher nicht zu sehen. Mars geht in der noch hellen Abenddämmerung unter und ist daher ebenfalls unsichtbar. Jupiter ist am Süd- bzw. Südwesthimmel von Sonnenuntergang bis gegen Mitternacht der dominierende Planet. Der Ringplanet Saturn ist von Sonnenuntergang bis gegen 3:00 Uhr am tiefen Südhimmel sichtbar.

Alle Jahre wieder kreuzt die Erde Mitte August den Meteorstrom der Perseiden. Am 13. August sollte man in den Stunden nach Mitternacht Sternschnuppen am hohen Nordosthimmel sehen können. Sie kommen scheinbar aus dem namengebenden Sternbild Perseus. Leider wird die Beobachtungsfreude durch das Licht des immer voller werdenden Mondes getrübt, so dass nur die hellsten Meteore zu sehen sind. Wenn bei zu hellem Himmel die Perseiden nicht auszumachen sind, ist auch das Sommerdreieck Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Atair im Adler am hohen Südhimmel ein schöner Anblick.

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Lutz Zimmermann, RVST e.V.; www.sternwarte-tornesch.de

Der Sternenhimmel im Juli

Direkte Beobachtung der Sonne mit ungeschützten Augen haben Augenschäden bis hin zur Erblindung zur Folge. Um dennoch unser Tagesgestirn visuell studieren zu können, versieht man Teleskope mit geeigneten Filtern. So blendet z.B. ein sog. H-alpha-Filter bis auf einen winzigen Rotanteil das Sonnenlicht total aus, man sieht in so einem Teleskop die Sonne in einem dunklen intensiven Rot. Diese Methode macht es möglich, die Sonne ohne Augenschäden zu beobachten. Aufgrund des äußerst aktiven und sehr komplexen Magnetfeldes der Sonne sieht man am Sonnenrand ab und zu meist bogenförmige und manchmal mehrere hundertausend Kilometer lange Bögen und bis zu 40.000 km sich über den Sonnenrand erhebende Plasmaauswürfe, die sog Protuberanzen. Es kann dabei Materie mit bis zu 1.000 km pro Sekunde von der Sonne weggeschleudert werden. Erreichen solche Teilchen nach zwei bis vier Tagen die Erde, sehen wir vermehrt Polarlichter. Beobachtet man solche Materieauswürfe auf der Sonnenoberfläche, so erscheinen sie wegen ihrer niedrigeren Temperatur als dunkle Fäden oder gewundene Linien. Hier nennt man sie jedoch Filamente.

Die Sonne wechselt am 21. Juli vom Sternbild Zwillinge in das Sternbild Krebs, und für die Horoskopleser tritt sie am 23. Juli in das Tierkreiszeichen Löwe. Am 2. Juli haben wir Neumond; in Südamerika ist an diesem Tag eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Am 9. Juli haben wir zunehmenden Halbmond. Am 16. Juli tritt der Vollmond gegen 22:00 Uhr in den Kernschatten der Erde, das ist der Beginn einer partiellen Mondfinsternis; gegen 23:30 Uhr sind dann 66 % der Mondscheibe im Erdschatten, und gegen 1:00 Uhr ist die partielle Mondfinsternis zu Ende. Am 25. Juli haben wir zunehmenden Halbmond. Die Planeten Merkur, Venus und Mars sind nicht zu beobachten: während Merkur und Venus sich in Sonnennähe befinden, zieht der Planet Mars unterhalb des Horizontes seine Bahn. Der Gasriese Jupiter ist von etwa 22:30 Uhr bis gegen 2:30 Uhr am tiefen Südwesthimmel gut zu sehen, am 14. Juli trifft er mit dem fast vollen Mond zusammen. Den Ringplaneten Saturn kann man die ganze Nacht am tiefen Südhimmel sehen.

Die klassischen Sommersternbilder stehen jetzt hoch am Südhimmel. Die hellen Sterne Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Atair im Adler bilden das markante Sommerdreieck. Am Osthimmel kann man das Viereck des Pegasus sehen. Der Große Wagen steht am tiefen Nordwesthimmel. Verlängert man die drei Deichselsterne nach Westen, trift man auf den hellen Arktur, den Hauptstern im Bootes. Dieses Sternbild wird auch Rinderhirte genannt.

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Der Sternenhimmel im Juni

Der Planet Jupiter ist mit 143.000 km Äquatordurchmesser das größte Objekt in unserem Sonnensystem, welches mit  778 Mill. km Abstand die Sonne umkreist (Erde = 150 Mill. km). Ein Jupitertag dauert etwa 10 Stunden, ein Jupiterjahr hingegen nicht ganz 12 Erdenjahre. Seine Eigenmasse von etwa 318 Erdmassen entspricht knapp der 2,5fachen Masse aller anderen Objekte zusammen im Sonnensystem. Wegen seiner Größe ist er schon in einem Fernglas als Kugel zu sehen. Das reizvollste bei seinem Anblick sind seine im Jahr 1610 von Galileo Galilei (1564-1642) entdeckten und nach ihm benannten vier großen sog. Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Wegen ihrer Bahnlage in der Jupiteräquatorebene und wegen ihrer relativ kurzen Umlaufzeiten (z.B. Io mit nur 1,77 Tagen) kann man neben wandernen Mondschatten auf der Jupiteroberfläche, Bedeckungen der Monde durch den Planetenkörper und Verfinsterungen der Monde durch den Jupiterschatten beobachten. Ein kleines Teleskop zeigt bereits Oberflächenmerkmale wie seine äquatorparallelen Wolkenbänder und auf der Südhalbkugel den sog. Großen Roten Fleck, ein seit Jahrhunderten bekannter Wirbelsturm.

Am 21. Juni um 17:54 Uhr MESZ tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Krebs. Dies ist zugleich der Beginn des astronomischen Sommers. Am 22. Juni wechselt die Sonne in das Sternbild Zwillinge. Der Mond präsentiert sich folgendermaßen: 3. Juni Neumond, 10. Juni zunehmender Halbmond, 17. Juni Vollmond, 25. Juni abnehmender Halbmond. Merkur kann man mit Glück zwischen dem 9. und 14. Juni gegen 22:30 Uhr MESZ am tiefen Westhimmel erwischen. Die Sichtbarkeit der Venus als Morgenstern wird selbst mit guten Sichtbedingungen in der heller werdenden Morgendämmerung am tiefen Osthimmel immer schlechter. Mars geht ebenfalls in der Abenddämmerung am tiefen Westhimmel unter den Horizont, er ist ab dem 15. Juni nicht mehr auszumachen. Die beiden Gasplaneten Jupiter und Saturn sind im Juni die dominierenden Planeten. Jupiter ist ab etwa 22:00 Uhr MESZ und Saturn ab etwa Mitternacht am tiefen Südosthimmel die ganze Nacht sichtbar. Am 16. Juni gegen 22:30 Uhr MESZ begegnen sich Mond und Jupiter.

Juninächte sind kurz, die Sonne geht nicht sehr tief unter den Horizont. Richtig dunkel ist es nur von etwa 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr. Das Sommerdreieck, bestehend aus den Sternen Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Atair im Adler, beherrscht den Südosthimmel. Das Frühlingssternbild Löwe verläßt den Himmel am Westhorizont. Die sieben hellen Sterne des Großen Wagens rücken vom Zenit an den Nordwesthimmel, während das Himmels-W, die Kassiopeia, am Nordosthimmel zu sehen ist.

Lutz Zimmermann, RVST eV., www.sternwarte–tornesch.de

Der Sternenhimmel im Mai

Jede Masse eines Körpers, z.B. die eines Sterns, hat Gravitationskräfte zur Folge. Je kleiner das Volumen bei gleicher Masse ist, umso stärker wirkt seine Gravitationskraft in Richtung zum Mittelpunkt dieses Körpers, d.h. der Körper wird komprimiert. Wirkt jedoch eine Kraft gleicher Größe, wie z.B. der Strahlungsdruck im Inneren des Sterns, gegen diese Richtung,  entsteht ein Gleichgewicht zwischen Gravitation und Strahlungsdruck. Die meisten Sterne  befinden sich annähernd in diesem stabilen Zustand. Im Kern des Sternes fusioniert Wasserstoff zu Helium, durch diesen Prozess steigt die Kerntemperatur rapide an. Unsere Sonne wird sich am Ende ihres Lebens dadurch zu einem Roten Riesen aufblähen und dann ihre äußere Gashülle abstoßen. Anschließend fällt der Rest in sich zusammen und die Sonne kollabiert zu einem Weißen Zwerg. Ist die Ursprungsmasse wesentlich größer als eine  Sonnenmasse, entsteht durch den Kollaps ein Neutronenstern von etwa 10 bis 20 km Durchmesser, jedoch mit der gleichen Ursprungsmasse. Ab etwa vierzigfacher Sonnenmasse wird daraus ein Schwarzes Loch, von dem weder Materie noch Strahlung und Licht entweichen können. Es ist damit zwar unsichtbar, es verrät sich aber durch seine gravitative Wirkung auf benachbarte Sterne und Gaswolken.

Am 14. Mai tritt die Sonne in das Sternbild Stier und am 21. Mai in das Tierkreiszeichen Zwillinge. Am 4. Mai haben wir Neumond, am 12. Mai zunehmenden Halbmond, am 18. Mai Vollmond und am 26. Mai abnehmenden Halbmond. Der flinke Merkur befindet sich in Sonnennähe und ist daher nicht sichtbar. Die Venusaufgänge wandern im Laufe des Monats aus der östlichen Morgendämmerung in den Tageshimmel, unser innerer Nachbarplanet wird damit ebenfalls unsichtbar. Der rote Mars ist mit viel Glück und guter Sicht am tiefen Westhorizont bis etwa zur Monatsmitte zu sehen, danach verschwindet er in der Abenddämmerung. Der Gasriese Jupiter geht um die Monatsmitte gegen Mitternacht im Südosten auf und bleibt bis Monatsende ein Objekt der zweiten Nachthälfte. Am 21. Mai erhält er Besuch vom Mond. Der Ringplanet Saturn ist den ganzen Monat über gegen 4:30 Uhr am tiefen Südhimmel zu sehen; er hat am 23. Mai eine Begegnung mit dem Mond.

Das Frühlingssternbild Löwe wandert zum Westhimmel, und am Osthimmel tauchen die Sommersternbilder Schwan, Adler und Leier auf. Ihre hellen Hauptsterne Deneb, Atair und Wega bilden das markante Sommerdreieck. Etwas östlich von der Leier finden wir das Viereck des Herkules, und am Südhimmel dominiert das Sternbild Jungfrau. Der Große Wagen bleibt in Zenitnähe, und am tiefen Nordhorizont sehen wir das Himmels-W, die Kassiopeia.

Lutz Zimmermann, RVST,  sternwarte-tornesch.de
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Der Sternenhimmel im April

Alle Sterne, die wir am nächtlichen Himmel mit bloßem Auge sehen können, gehören ausnahmslos zu unserer Galaxis, der Milchstraße. Aber es gibt drei Ausnahmen. Das sind zum einen die nur am Himmel der Südhalbkugel zu sehenden zwei kleinen Satellitengalaxien unserer Milchstraße. Es handelt sich um die Große und die Kleine Magellansche Wolke (Entfernung 170.000 bzw. 200.000 Lichtjahre). Zum anderen kann man am Himmel der Nordhalbkugel bei optimalen Sichtverhältnissen (kein Vollmond, keine Lichtverschmutzung durch Großstadtbeleuchtung u.ä.) im Sternbild Andromeda ein schwach leuchtendes Nebelfleckchen sehen. Es ist die Andromedagalaxie, die mit ca. 2,5 Mill. Lichtjahre Abstand das entfernste Objekt am Himmel ist, das wir mit bloßem Auge noch sehen können. Der amerikanische Astronom Edwin P. Hubble (1889-1953) konnte im Jahre 1923 an dieser Galaxie, die auch M31 genannt wird, den Nachweis erbringen, dass sie kein Mitglied unserer Milchstraße ist, sondern ein weit außerhalb liegendes Objekt. Allerdings war Hubbles berechnete Entfernungsangabe von ca. 900.000 Lichtjahren fehlerhaft. Der deutsche Astronom Walter Baade (1893-1960) fand im Jahre 1952 heraus, dass die bis dahin geltenden Entfernungsangaben zu extragalaktischen Objekten mindestens verdoppelt werden müssten.

Am 19. April tritt die Sonne in das Sternbild Widder, und am 20. April verzeichnen die Horoskopleser den Sonnenwechsel in das Tierkreiszeichen Stier. Am 5. April haben wir Neumond, am 12. April zunehmenden Halbmond, am 19. April Vollmond und am 26. April abnehmenden Halbmond. Der flinke Merkur erreicht zwar mit 27 Grad einen großen westlichen Abstand von der Sonne, befindet sich aber 13 Grad unterhalb des Horizonts und ist daher unsichtbar. Unseren Nachbarplaneten Venus kann man bestenfalls noch bis Monatsmitte am tiefen Osthorizont in der Morgendämmerung ausmachen. Der rote Mars ist am tiefen abendlichen Westhimmel bis Mitternacht zu sehen. Den Gasriesen Jupiter beobachtet man in der zweiten Nachthälfte, seine Aufgänge verlagern sich im Monatslauf von 2:15 Uhr auf 0:15 Uhr. Am 23. April gegen 4:30 Uhr treffen Jupiter und der Mond in zwei Grad Abstand aufeinander. Den Ringplaneten Saturn findet man ebenfalls in der zweiten Nachthälfte am tiefen Südosthimmel, um den 25. April begegnet er dem Mond.

Das Wintersternbild Orion verlässt im Westen den Nachthimmel, ihm folgt bis Monatsende das Sternbild Zwillinge. Dagegen dominiert am hohen Südhimmel das relativ große Sternbild Löwe, und senkrecht über dem Beobachter sieht man im Zenit im markanten Sternbild Großer Bär seine sieben hellen Hauptsterne, die wir den Großen Wagen nennen. Am tiefen Nordhimmel ist das Himmels-W, das Sternbild Kassiopeia zu sehen.

Lutz Zimmermann, RVST,  sternwarte-tornesch.de
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Der Sternenhimmel im März

Die Planeten des Sonnensystems teilen sich in zwei Gruppen ein: die vier inneren Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde, Mars, und die vier äußeren Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun. Warum es diese Trennung gibt, ist bis heute nicht eindeutig verstanden. Die am 5. Mai 2018 gestartete Marssonde InSight soll dazu Erkenntnisse liefern. Sie landete am 26. November 2018 erfolgreich auf dem Mars. Ziel der Mission ist die Erforschung der Entwicklungsprozesse, welche die inneren Gesteinsplaneten formten. Der Mars eignet sich besonders gut dafür, weil sich auf seiner Oberfläche genügend Spuren dieser Prozesse finden lassen. Das mitgeführte Seismometer soll über eventuell registrierte Marsbeben Rückschlüsse auf die innere Struktur des roten Planeten geben, aus denen wiederum Rückschlüsse für die anderen drei Gesteinsplaneten gewonnen werden können. Ein sog. „Maulwurf“ soll einen Bohrer bis etwa fünf Meter tief in den Marsboden treiben und dabei Wärmemessungen vornehmen. Die hierbei gemessenen Temperaturunterschiede zur Marsoberfläche lassen ebenfalls Rückschlüsse auf die Entstehung der Gesteinsplaneten zu.

Am 12. März geht die Sonne in das Sternbild Fische und am 20. März um 22:58 Uhr in das Tierkreiszeichen Widder. Dies ist zugleich der astronomische Frühlingsbeginn, von nun an werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer. Am 6. März haben wir Neumond, am 14. März zunehmenden Halbmond, am 21. März Vollmond und am 28. März abnehmenden Halbmond. Am 31. März beginnt die Sommerzeit, die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Der flinke Merkur beendet seine Abendsichtbarkeit, er ist den ganzen Monat über nicht zu sehen. Die helle Venus als Morgenstern nähert sich im Südosten immer tiefer dem Horizont, am Monatsende verblasst sie in der Morgendämmerung. Der rote Mars bleibt Abendhimmelplanet. Man findet ihn den ganzen Monat über am tiefen Westhimmel. Der Gasriese Jupiter ist ein Objekt der zweiten Nachthälfte. Seine Aufgänge am Monatsanfang im Südosten gegen 3:50 Uhr verfrühen sich bis 1:20 Uhr am Monatsende. Am 27. März zieht der abnehmende Mond mit einem Grad Abstand nördlich von Jupiter vorbei. Den Ringplaneten Saturn kann man ebenfalls in den frühen Morgenstunden am Südosthimmel erspähen; am 29. März passiert ihn der Mond mit einer Vollmondbreite Abstand.

Das Frühlingssternbild Löwe steht nun hoch am Südhimmel. Die Zwillinge sind westwärts gewandert, und der Himmelsjäger Orion steht am Nordwesthimmel. Links unterhalb des Orion funkelt Sirius, der hellste Fixstern des gesamten Himmels. Der Große Wagen steht fast im Zenit, während das Himmels-W, die Kassiopeia, am Nordwesthimmel zu sehen ist.

Lutz Zimmermann, RVST e.V., sternwarte-tornesch.de

Der Sternenhimmel im Februar

Alle Informationen und daraus folgernde Erkenntnisse über die Physik der Sterne stützen sich auf die Strahlung der elektromagnetischen Wellen. Das sind u.a. Mikrowellen, Lichtwellen (die einzigen Wellen, die wir sehen können), sowie Röntgenstrahlen und Gammastrahlen. Von der gesamten im Universum vorhandenen Materie ist gerade mal ein Prozent strahlende Materie, der Rest verrät sich nur durch seine gravitative Wirkung. Am 14. September 2015 wurden erstmals die von Albert Einstein 1916 in der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationswellen entdeckt. Sie entstehen, wenn zwei massereiche Objekte, wie z.B. Neutronensterne oder Schwarze Löcher, miteinander zu einem neuen größeren Objekt verschmelzen. Dabei wird Materie in reine Energie umgewandelt (E = mc²), die das umgebende Raumzeitgefüge in wellenförmige Schwingungen versetzt, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und dabei auch die Erde erreichen. Mit diesem neuen Fenster in das Universum erhoffen sich die Astrophysiker Erkenntnisse über die Dunkle Materie zu bekommen. Von ihr wissen wir bis heute nur, dass es sie gibt, aber ihre physikalische Natur liegt noch völlig im Dunklen.

Am 16. Februar tritt die Sonne in das Sternbild Wassermann und für die Horoskopleser am 19. Februar in das Tierkreiszeichen Fische. Am 4. Februar haben wir Neumond, am 12. Februar zunehmenden Halbmond, am 19. Februar Vollmond und am 26. Februar abnehmenden Halbmond. Der flinke Merkur ist vom 22. bis 27. Februar am tiefen abendlichen Westhimmel etwa zwischen 18:45 Uhr und 19:15 Uhr zu sehen. Die helle Venus bleibt vorerst strahlender Morgenstern am Osthimmel, am 18. Februar zieht sie mit einem Grad Abstand nördlich am Ringplaneten Saturn vorbei. Der rote Mars ist am hohen westlichen Abendhimmel nicht zu übersehen, er geht gegen 23:30 Uhr unter. Am 27. Februar gegen 6:30 Uhr bilden von Südost über Süd nach Südwest am tiefen Horizont Venus, Saturn, Jupiter und der Mond eine hübsche Kette. Dabei stehen Jupiter und der Mond dicht beieinander. Der Gasriese Jupiter baut seine Morgensichtbarkeit aus, am Monatsende geht er bereits gegen 4:00 Uhr auf. Am 2. Februar wird der Ringplanet Saturn von 6:40 Uhr bis 7:35 Uhr vom Mond bedeckt. Mit einer geeigneten Optik kann man das Wiedererscheinen des Ringplaneten am nördlichen Mondrand beobachten.

Das Frühlingssternbild Löwe rückt in den Südosthimmel vor. Am hohen Südhimmel sehen wir die Zwillinge, und am Südwesthimmel glänzt immer noch das Wintersternbild Orion, etwas rechts darüber der Stier. Am Nordosthimmel steht der Große Wagen, ihm gegenüber über den Himmelsnordpol hinweg sieht man am Nordwesthimmel das Himmels-W, die Kassiopeia.

Lutz Zimmermann, RVST e.V., www.sternwarte-tornesch.de

Der Sternenhimmel im Januar

Am 8. September 2016 startete die NASA von Cape Canaveral mit einer Atlas-V-Rakete die Raumsonde OSIRIS-REx. Ziel war der 1999 entdeckte, nur knapp 500 m durchmessende  Asteroid „1999 RQ36“. Nach einem Wettbewerb, an dem sich 8000 Schüler aus 25 Ländern beteiligten, erhielt er den von dem neunjährigen Michael Puzio vorgeschlagenen Namen „Bennu“, einem göttlichen Vogel aus der altägyptischen Mythologie. Seine offizielle Katalogbezeichnung lautet nun (101955) Bennu. Am 3. Dezember 2018 erreichte OSIRIS-REx den Asteroiden. Zunächst sammelt die Raumsonde mit ihren fünf Fernerkundungsgeräten Daten von der Oberfläche, um u.a. auch eine geeignete Stelle für eine  Bodenprobenentnahme zu finden. Für diesen im Juli 2019 stattfindenden Versuch wird mit einem 2,8 Meter langen Roboterarm ein Probensammler auf die Oberfläche gedrückt und anschließend mit komprimierten Stickstoffgas aufgewirbeltes Oberflächenmaterial in einen kleinen Behälter gepreßt. Die NASA hofft auf mindestens 60 Gramm Oberflächenmaterial. Im März 2021 verläßt OSIRIS-REx den Asteroiden wieder in Richtung Erde. Am 24. September 2023 wird bei einem Vorbeiflug an der Erde die Probenkapsel abgeworfen. Sie soll im Bundesstaat Utah auf der Erde landen.

Am 20. Januar tritt die Sonne in das Sternbild Steinbock und zugleich in das Tierkreiszeichen Wassermann. Am 6. Januar haben wir Neumond, am 14. Januar zunehmenden Halbmond, am 21. Januar Vollmond und am 27. Januar abnehmenden Halbmond. Am 21. Januar können Frühaufsteher eine totale Mondfinsternis sehen. Der Vollmond tritt um 4:34 Uhr in den Kernschatten der Erde, um 6:12 Uhr erreicht die Finsternis ihre Mitte, und um 7:51 Uhr wird der Vollmond den Erdschatten wieder verlassen. Der flinke Merkur steht am Tageshimmel in Sonnennähe und ist daher nicht zu sehen. Venus bleibt den ganzen Monat über am tiefen Südosthimmel strahlender Morgenstern. Am 22. Januar trifft sie in nur zwei Grad Abstand auf den Gasriesen Jupiter, und am 31. Januar gesellt sich noch die schmale abnehmende Mondsichel hinzu. Mars ist ein Objekt der ersten Nachthälfte, er geht gegen 23:40 Uhr im Westen unter. Der Gasriese Jupiter ist den ganzen Monat über am Südosthorizont in Venusnähe zu sehen. Der Ringplanet Saturn steht wie Merkur in Sonnennähe und ist daher nicht zu sehen.

Am Fixsternhimmel gibt es viel zu sehen. Hoch am Südhimmel dominiert das Sternbild des  Orion. Nordöstlich über dem Himmelsjäger sehen wir die Zwillinge mit den Hauptsternen Kastor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge steht der hellste Stern des gesamten Himmels, der Sirius im Sternbild Großer Hund. In Richtung Zenith glüht das rote Auge des Stier, der Aldebaran. Am Osthimmel kündigt sich mit dem Löwen schon das erste Frühlingssternbild an.

Lutz Zimmermann, RVST e.V.

 

 

 

 

 

 

 



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