Monatsvorschau

Info zur Seite Vorschau

Auf dieser Seite werden die Monatsvorschauen so vorgestellt, wie sie im UENA-Tip erscheinen. Ältere Vorschauen findet man weiter unten auf dieser Seite. Bei den Vorschauen findet man auch jeden Monat ein Sachthema über astronomisches Grundwissen; diese Sachthemen werden pro Kalenderjahr zusammengefasst. Dazu gibt es eine Übersicht aller bisher veröffentlichten Sachthemen, abzurufen rechts im Menü. Zur Bild Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.

 

Der Sternenhimmel im Februar

Schaut man in einen Himmelsatlas oder auf eine drehbare Sternenkarte, so stellt man fest, dass neben den Namen der Sternbilder auch einzelne Sterne mit Eigennamen genannt werden. So sind fast alle hellen bzw. Hauptsterne vieler Sternbilder mit Eigennamen versehen, wie z.B. Sirius im Großen Hund, Beteigeuze im Orion, Aldebaran im Stier u.v.a. mehr. Alle diese Namen haben einen zumeist arabischen, griechischen oder lateinischen Ursprung. Bei der Internationalen Astronomischen Union IAU gibt es eine Arbeitsgruppe für Sternnamen, die Working Group of Star Names WGSN. Diese Gruppe hat kürzlich 86 neue Einträge in die Namensliste aufgenommen. Am Himmel gibt es nun 313 Sterne mit Eigennamen. Neu ist, dass nun auch Namen aus anderen Kulturkreisen und Sprachräumen aufgenommen wurden. So gibt es jetzt im Sternbild Skorpion z.B. die Namen Xamidimura und Pipirima. Der erste Name stammt aus einer südafrikanischen Sprache und bedeutet „die Augen des Löwen“. Der zweite Name kommt aus einer tahitianischen Erzählung über zwei unzertrennliche Zwillinge.

Am 16. Februar tritt die Sonne in das Sternbild Wassermann, und am 18. Februar geht sie für die Horoskopleser in das Tierkreiszeichen Fische. Am 7. Februar haben wir abnehmenden Halbmond, am 15. Februar Neumond und am 23. Februar zunehmenden Halbmond. An eben diesem Tag um 17:55 Uhr bedeckt der Mond mit seinem dunklen Ostrand Aldebaran, den Hauptstern im Stier, und gibt ihn nach einer Stunde um 18:55 Uhr am hellen Westrand wieder frei. Der flinke Merkur steht am Tageshimmel in Sonnennachbarschaft und ist daher unsichtbar. Venus ist im letzten Monatsdrittel am tiefen Westhimmel wieder als Abendstern auszumachen. Der rote Mars ist gegen 6:30 Uhr am tiefen Südosthimmel zu sehen; am 9. Februar trifft er auf Antares, den Hauptstern im Skorpion, mit dem er wegen seiner roten Farbe leicht verwechselt werden kann. Der Gasriese Jupiter geht kurz vor Mitternacht im Sternbild Waage am Südosthimmel auf; er bleibt den ganzen Monat über Objekt der zweiten Nachthälfte. Den Ringplaneten Saturn finden wir ebenfalls ab Monatsmitte in den Morgenstunden am tiefen Südosthimmel.

Das Wintersternbild Orion wandert allmählich in den Südwesthimmel, während am Südosthimmel das Frühlingssternbild Löwe nicht zu übersehen ist. Fast im Zenit senkrecht über dem Beobachter sieht man die Zwillinge mit ihren beiden Hauptsternen Kastor und Pollux. Am Nordosthimmel zieht der Große Wagen, Teil des Sternbildes Großer Bär, seinen Weg. Ihm gegenüber am Nordwesthimmel finden wir das Himmels-W, die Kassiopeia.

(Alle Uhrzeiten in MEZ)

Lutz Zimmermann, RVST e.V. www.sternwarte-tornesch.de

Dazu die Vorschau veröffentlicht im TIP am Sonntag, Uetersener Zeitung im Beig Verlag:

Der Sternenhimmel im Januar

Bis gegen Ende des 16. Jhdts. glaubte man, dass die Sterne an der Innenseite einer undurchsichtigen Kugelschale, der sog. Sternensphäre, unveränderlich „fixiert“ seien. Diese Sphäre umschloß alle sichtbaren Objekte am Himmel, jenseits dieser Sphäre war Gott. Über die Entfernung bis zu dieser Weltengrenze gab es keine Vorstellung, aber sie befand sich auf jeden Fall jenseits der Umlaufbahn des entferntesten Planeten Saturn. Als Galileo Galilei (1564-1642) als erster Astronom mit dem gerade erfundenen Teleskop zu Beginn des 17. Jhdts. die Milchstraße betrachtete, sah er zu seinem Erstaunen Myriaden von Sternen. Die allumfassende geschlossene Sternensphäre wurde damit hinfällig; er blickte in die Tiefe unserer Galaxis, denn alle Sterne, die man am nächtlichen Himmel sieht, gehören ausnahmslos zur Milchstraße. Unter der Annahme, dass alle Sterne gleich groß und gleich hell seien, betrachteten die damaligen Astronomen die leuchtkräftigsten Sterne als nahe stehend, während die schwächer leuchtenden weiter entfernt seien. Heute wissen wir, dass es sowohl leuchtschwache sog. Zwergsterne wie auch leuchtkräftige Riesensterne in unserer Milchstraße gibt.

Am 20. Januar tritt die Sonne in das Sternbild Steinbock und am gleichen Tag in das Tierkreiszeichen Wassermann. Am 2. Januar haben wir Vollmond, am 8. Januar abnehmenden Halbmond, am 17. Januar Neumond, am 24. Januar zunehmenden Halbmond und am 31. Januar wieder Vollmond. Die Planetensichtbarkeit findet in diesem Monat ausschließlich in den frühen Morgenstunden statt. Am 11. Januar gegen 7:00 Uhr trifft am Südhimmel in einer auffälligen Dreiecksformation die schmale Mondsichel mit den Planeten Jupiter und Mars zusammen. Merkur ist zusammen mit dem – allerdings nur schwach leuchtenden – Ringplaneten Saturn um den 15. Januar ab 7:45 Uhr am tiefen Südosthorizont bis zum Ende der Dämmerung gegen 8:00 Uhr zu sehen. Venus steht hinter der Sonne am Tageshimmel und ist daher nicht zu sehen. Mit Aufgängen zwischen 4:00 Uhr am Monatsanfang und bereits 2:00 Uhr am Monatsende ist der Gasriese Jupiter ein Objekt für die Frühaufsteher. Die Sichtbarkeit des Saturn verschwindet in der östlichen Morgendämmerung.

Der Himmelsjäger Orion steht nun als Wintersternbild in beeindruckender Pracht am Südhimmel. Links neben seinem linken Fußstern strahlt Sirius als der hellste Fixstern des ganzen Himmels. Oberhalb des Orion ein Stück nach Südost sieht man die Zwillinge mit den Hauptsternen Kastor und Pollux, während ebenfalls oberhalb, jedoch nach Südwest der Stier mit seinem hellen Hauptstern Aldebaran zu sehen ist.

(Alle Uhrzeiten in MEZ)

Lutz Zimmermann, RVST e.V. www.sternwarte-tornesch.de

 

 

 

 



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