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Bild des Monats

Abendrot mit schönem Altocumulus Wolkenfeld gegen 21.15 Uhr am 06.08.2020 in der Marsch (53°42’25.3″N 9°38’24.6″E)

Bekannte Bauernregeln besagen “Morgenrot-Schlechtwetter droht; Abendrot-Gutwetterbot“.

Da in Mitteleuropa die Wetterfronten in der Regel aus Richtung Westen kommen, bewahrheiten sich diese Bauernregel oft. Eine intensive Morgenröte ist Zeichen für herannahende Wolkenfelder aus dem Westen und wir daher oft als Niederschlagsvorbote gedeutet. Wenn dazu noch starker Dunst kommt, setzt der Niederschlag oft schon in den Mittagsstunden ein. Bei der Abendröte ist dies genau andersherum, da der Westhimmel klar ist und sich die beleuchteten Wolkenfelder im Osten befinden.

Aber warum ist nur manchmal das Abendrot so schön intensiv?

Dieses optische Phänomen eines ausgeprägten Abendrots kann man nur sehen, wenn der Himmel im Westen klar ist und sich im Osten noch einige Wolkenfelder befinden. Die Rotfärbung der Wolken kommt dadurch zustande, dass sich das Sonnenlicht der gerade hinter dem Horizont verschwundenen Sonne an den verschiedenen Bestandteilen der Atmosphäre streut. Da die Luftmoleküle das blaue Licht stärker als das Rote streuen, bekommt die Sonne die orange Farbe beim Sonnenuntergang. Je mehr Feuchtigkeit in der Luft ist, desto intensiver kommt das Himmelsrot zur Geltung. Neben Wassertropfen können auch Staubteilchen z.B. aus der Sahara oder von einem Vulkanausbruch zur intensiven Farbgebung beitragen.

Canon EOS 6D, 70mm (f 6,3), ISO 100, 1/80 Sek. – Aufnahme: Annette Sieggrön

 

 



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