Der Sternenhimmel im Februar 2024

Zurzeit gibt es 294 bekannte Monde im Sonnensystem. Es sind dies Trabanten der Planeten, Zwergplaneten und Asteroiden. Nur Merkur und Venus sowie der Zwergplanet Ceres haben keine natürlichen Satelliten. Mit 146 Monden gehören knapp die Hälfte aller Monde zum System des Ringplaneten Saturn. Zu ihnen zählt nach dem Jupitermond Ganymed als zweitgrößter aller Monde der 1655 von Christiaan Huygens (1625-1695) entdeckte Saturnmond Titan. Er hat einen Durchmesser von 5150 km und ist damit größer als der Planet Merkur mit 4880 km Durchmesser. Der mit einer Eisoberfläche bedeckte Saturntrabant hat als einziger aller Monde eine dichte, orangefarbene Atmosphäre, die überwiegend aus Stickstoff und Methan besteht, Grund genug für die Astronomen, um ihn näher zu untersuchen. Die im Oktober 1997 gestartete Doppelsonde Cassini-Huygens erreichte den Ringplaneten im Juli 2004. Im Januar 2005 konnte der im Dezember 2004 abgekoppelte Lander Huygens nach einem zweieinhalbstündigen Abstieg mit einer weichen Landung auf der Titanoberfläche aufsetzen. Nach dem Aufsetzen sendete Huygens noch 70 Minuten lang Daten an die Hauptsonde Cassini, bevor seine Batterien erschöpft waren.

Am 17. Februar tritt die Sonne in das Sternbild Wassermann, und für die Horoskopleser wechselt sie am 19. Februar in das Tierkreiszeichen Fische. Der Mond zeigt folgende Phasen: am 3. Februar abnehmenden Halbmond, am 10. Februar Neumond, am 16. Februar zunehmenden Halbmond und am 24. Februar Vollmond. Der flinke Merkur befindet sich in Sonnennähe und ist daher den ganzen Monat über nicht zu beobachten. Mit etwas Glück kann man unseren Nachbarplaneten, die Venus, in den frühen Morgenstunden am tiefen Südosthorizont noch erwischen, bevor sie in der aufkommenden Morgendämmerung unsichtbar wird. Ein ähnliches Beobachtungspech hat der Sternenfreund mit Mars: die Morgendämmerung verhindert auch hier eine Sichtbarkeit auf den roten Planeten. Der Gasriese Jupiter ist nach der Abenddämmerung am hohen Südhimmel nicht zu übersehen, bevor er kurz vor Mitternacht am Westhorizont das Firmament verlässt. Der Ringplanet Saturn befindet sich ebenfalls in Sonnennähe und ist daher den ganzen Monat über nicht zu sehen.

Das Wintersechseck, beginnend im Zenit mit Kapella im Fuhrmann, weiter im Uhrzeigersinn mit Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Procyon im Kleinen Hund, Pollux in den Zwillingen und zurück zu Kapella im Fuhrmann, beherrscht den hohen Südhimmel. Die Wintersternbilder Orion und Stier sind am Südwesthimmel nicht zu übersehen, während das Frühlingssternbild Löwe am Osthimmel dominiert.

Lutz Zimmermann, RVST e.V., sternwarte-tornesch.de

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