Im Jahr 1665 entdeckte der italienische Astronom Giovanni Domenico Cassini (1625-1712) auf der südlichen Jupiterhemisphäre einen ausgedehnten elliptischen rötlichen Fleck. Der etwa 25000 km große Fleck konnte bis zum Jahr 1713 verfolgt und beobachtet werden. Es handelt sich um einen Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von 450 bis 650 km/h. Obwohl sich die optischen Qualitäten der Teleskope kontinuierlich verbessert hatten, wurde nach 1713 über 118 Jahre lang keine Beobachtung mehr beschrieben. Erst im Jahre 1831 sichtete der deutsche Amateurastronom Samuel Heinrich Schwabe (1789-1875) wieder einen rötlichbraunen Fleck, der seitdem bis heute unter ständiger Beobachtung steht. Während allgemein davon ausgegangen wird, dass es sich seit der Entdeckung bis heute um denselben Wirbelsturm handelt, gibt es heute berechtigte Annahmen, dass nach der 118 Jahre dauernden Beobachtungslücke ein neues Objekt entstanden ist. 1879 ging es als Großer Roter Fleck (GRF) in die Literatur ein. Seine Größe schwankt im Durchschnitt zwischen zwei und drei Erddurchmesser, und seine Färbung reicht von dunklem ziegelrot bis zum zarten rosa.
Am 16.02. tritt die Sonne in das Sternbild Wassermann, und für die Horoskopleser wandert sie am 18.02. in das Tierkreiszeichen Fische. Den Mond sehen wir folgendermaßen: am 05.02. als zunehmenden Halbmond, am 14.02. als Vollmond, am 20.02. als abnehmenden Halbmond und am 28.02. als Neumond. Der sonnennächste Planet Merkur steht in Sonnennähe am Tageshimmel und ist daher nicht sichtbar. Unser innerer Nachbar Venus beherrscht den südwestlichen Abendhimmel, am 14.02. erreicht der Planet seine größte Helligkeit. Am 01.02. stehen Venus und der zunehmende Halbmond nahe zusammen. Unterhalb dieser Begegnung gesellt sich horizontnah der Ringplanet Saturn dazu. Der rote Mars steht am hohen Südhimmel im Sternbild Zwillinge; am 14.02. finden wir ihn mit einen halben Vollmonddurchmesser Abstand unterhalb des Mondes. Der größte Planet des Sonnensystems, Jupiter, steht am hohen südwestlichen Abendhimmel im Sternbild Stier; er hat am 06.02. eine nahe Begegnung mit dem zunehmenden Halbmond. Der Ringplanet Saturn wandert immer mehr dem südwestlichen abendlichen Horizont entgegen, mit Beginn der zweiten Nachthälfte versinkt er im tiefen Horizontdunst.
Die Wintersternbilder Orion, Zwillinge und Stier sind jetzt sehr schön am hohen Südhimmel zu sehen. Am Nordosthimmel steht der Große Wagen, ihm gegenüber über den Polarstern hinweg sieht man das Himmels-W, die Kassiopeia. Am Osthimmel kündigt sich mit dem Sternbild Löwe bereits der Frühling an, während am Westhimmel das Herbstviereck des Pegasus das Firmament verlässt.
Lutz Zimmermann, RVST e.V., sternwarte-tornesch.de