Der Sternenhimmel im Juli 2024

Vor 55 Jahren, am 20. Juli 1969, fand die erste bemannte Mondlandung statt. Damit wurde das von US-Präsident John F. Kennedy 1961 erklärte Ziel, vor Ablauf des Jahrzehnts einen Astronauten zum Mond und wieder zurück zur Erde zu bringen, erfolgreich durchgeführt. Für das Unternehmen wurden die drei NASA-Astronauten Neil Armstrong (1930-2012) als Kommandant, Edwin „Buzz“ Aldrin (*1930) als Pilot der Mondlandefähre und Michael Collins (1930-2021) als Pilot des Kommandomoduls ausgewählt. Neil Armstrong betrat als erster Mensch am Landeplatz der Landefähre „Eagle“ im Mare Tranquillitatis den Mond mit den Worten „A one smal step for a man, bat a giant leap for mankind“ (Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit). Kurz darauf folgte ihm Edwin Aldrin, während Michael Collins mit dem Kommandomodul in einem Orbit um den Mond kreiste. Nach einem 22stündigen Aufenthalt, während dem die Astronauten 21,6 kg Mondgestein einsammelten, stieg die Landefähre zum Rückflug zur Erde wieder auf und koppelte an das Kommandomodul an. Am 24. Juli erreichte das Raumschiff wieder die Erde.

Am 20. Juli tritt die Sonne in das Sternbild Krebs, und am 22. Juli wechselt sie für die Horoskopleser in das Tierkreiszeichen Löwe. Am 5. Juli haben wir Neumond, am 13. Juli zunehmenden Halbmond, am 21. Juli Vollmond und am 28. Juli abnehmenden Halbmond. Obwohl der flinke Merkur am 22. Juli seinen größten Winkelabstand von der Sonne hat, so ist er doch in der Abenddämmerung nicht sichtbar. Das Gleiche gilt für unseren Nachbarplaneten Venus, auch er ist im Monat Juli nicht zu beobachten. Der rote Mars ist ein Objekt für Frühaufsteher. Man findet ihn in der zweiten Nachthälfte am tiefen Osthimmel. Der Gasriese Jupiter ist ebenfalls ein Objekt des östlichen Morgenhimmels. Am 31. Juli bilden Mars, Jupiter und abnehmender Mond zusammen mit Aldebaran, dem Hauptstern im Stier, am tiefen morgendlichen Osthimmel einen reizvollen Anblick. Der Ringplanet Saturn steht ebenfalls in den frühen Morgenstunden am Südhimmel; am 25. Juli hat er eine Begegnung mit dem Mond.

Das Sommerdreieck, bestehend aus Wega, Hauptstern im Sternbild Leier, Deneb, Hauptstern im Sternbild Schwan, und Atair, Hauptstern im Sternbild Adler, ist jetzt sehr schön am hohen Südhimmel in Zenitnähe auszumachen. Am Nordosthimmel ist das Himmels-W, die Kassiopeia, nicht zu übersehen, während der Große Wagen, Teil des Sternbildes Großer Bär, den Nordwesthimmel beherrscht. Um den 3. Juli lohnt ein Blick am mondlosen Himmel entlang einer Linie Kassiopeia-Schwan-Adler, um das zart schimmernde Band der Milchstrasse zu erkennen.

Lutz Zimmermann, RVST e.V., sternwarte-tornesch.de

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