Derzeit baut die Europäische Südsternwarte ESO auf dem Gipfel des über 3000 Meter hohen Berges Cerro Armazones in der Atacama-Wüste im Norden Chiles das größte erdgebundene Teleskop der Welt, das Extremly Large Telescope ELT (deutsch: extrem großes Teleskop). Es hat einen Hauptspiegeldurchmesser von 39 Metern und ist damit fast fünfmal so groß wie ein Spiegel des Very Large Telescope VLT auf dem 25 km entfernten Cerro Paranal. Der Spiegel des ELT setzt sich aus 798 sechseckigen Elementen zusammen, die laufend in eine ideale Form gebracht werden müssen. Dies erreicht man mit sog. Aktuatoren, die die nur fünf Zentimeter dicken Spiegelelemente in der Form halten. Das Licht eines Objektes wird über fünf Spiegel zum Focus des Teleskopes geleitet, wobei der nur zwei Millimeter dicke vierte Spiegel (2,4 m Durchmesser) mit einer adaptiven Optik ausgestattet ist. Mithilfe eines durch Laserstrahlen erzeugten künstlichen Sternes misst man in 90 km Höhe die Luftunruhe, deren Turbolenzen in elektronische Impulse umgewandelt werden. Diese wiederum steuern mittels 9000 Magneten den Spiegel 1000 Mal pro Sekunde stets in eine ideale Form, um das Luftflimmern zu eliminieren. First Light ist für das Jahr 2028 geplant.
Für die Horoskopleser tritt die Sonne am 21. November in das Tierkreiszeichen Schütze. Am 23. November wechselt sie in das Sternbild Skorpion und am 29. November in das Sternbild Schlangenträger. Am 1. November haben wir Neumond, am 9. November zunehmenden Halbmond, am 15. November Vollmond und am 23. November abnehmenden Halbmond. Der flinke Merkur ist im November unsichtbar, er steht zu tief unter dem Horizont. Unser Nachbarplanet Venus ist am tiefen Südwesthimmel bei freier Sicht am frühen Abend knapp über dem Horizont auszumachen. Der rote Mars ist ab etwa 22:00 Uhr für den Rest der Nacht am Nordosthimmel zu sehen. Am 20. November hat er ein Rendezvous mit dem abnehmenden Mond. Der Gasriese Jupiter ist ab etwa 20:00 Uhr als ein Objekt für die ganze Nacht sichtbar. Am 17. November begegnet er dem Vollmond. Der Ringplanet Saturn ist ein Objekt für die erste Nachthälfte, man sieht ihn am tiefen Südosthimmel.
Am Osthimmel steigt der Himmelsjäger Orion auf; ihm voran Richtung Süden findet man den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran. Senkrecht im Zenit über dem Beobachter ist das Himmels-W, die Kassiopeia, nicht zu übersehen. Das Sommerdreieck, bestehend aus Deneb, Hauptstern im Schwan, Wega, Hauptstern in der Leier und Atair, Hauptstern im Adler, verlässt im Westen das Firmament. Am Nordhimmel sind die markanten sieben hellen Sterne des Großen Wagens gut erkennbar.
Lutz Zimmermann, RVST e.V., sternwarte-tornesch.de